Abschiedsspiel


Brompton Cementary mit Blick auf Stamford Bridge, die Heimat des FC Chelsea
Foto: London 2019  Carmen Mayer, alle Rechte vorbehalten / all rights reserved

Solidarität und soziales Engagement sind in der Fußball-Fankultur seit vielen Jahren fest verankert. Ultra- und andere Fangruppen engagieren sich kontinuierlich für viele verschiedene soziale Projekte, das reicht über die Tafel, die Krebshilfe bis hin zur Kältehilfe.

Wer einen kleinen Einblick über das vielfältige soziale Engagement haben möchte, wird im Twitteraccount des Journalisten Felix Tamsut fündig. Ein Schwerpunkt seiner journalistischen Arbeit liegt auf den Fans und der Fankultur. So hat er beispielsweise im November letzten Jahres die vielen Hilfs- und Unterstützungsaktionen aufgelistet. Hier kann die bemerkenswerte Liste der regulären sozialen Initiativen der Fangruppen nachgelesen werden.

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie ist es für Ultra- und Fangruppen selbstverständlich, ihren Support und ihre Solidarität zu zeigen. Neben Bannern, die z.B. an Krankenhäusern oder Brücken hängen, um Krankenhaus- und Supermarktmitarbeiter_innen zu supporten, engagieren sie sich beim Einkaufen für Menschen, die besonders gefährdet sind oder in Quarantäne leben, sammeln Spenden für Krankenhäuser in Italien, rufen zu Blutspenden auf, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch hier hat Felix, wieder auf Twitter, eine beeindruckende Liste der verschiedenen Corona-Hilfeinitiativen der Ultra- und Fangruppen erstellt.

Ebenso findet sich auf der Seite der Beratungsstelle Inklusion im Fußball „KickIn!“ eine bundesweite Liste der Unterstützungsangebote der Fanszenen, Fanprojekte, Vereine und fußballnahen Initiativen. Hier geht es zur virtuellen Landkarte der Hilfsangebote.

Darüber hinaus hat „KickIn!“ in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Fußball-Kultur die Veranstaltungsreihe „KickON @Home“ organisiert, die die Fußballkultur nach Hause ins Wohnzimmer bringt. Es gibt ein buntes Veranstaltungsprogramm wie beispielsweise Lesungen, Vorträge, Quiz und gleichzeitig werden dabei Spenden für soziale Projekte gesammelt zur direkten oder indirekten Unterstützung Betroffener in der Corona-Krise.

Außerdem unterstützen viele Fans oft still, leise und unsichtbar in ihrem Umfeld.
You‘ll never walk alone!

Auch wir, Tanja, Tobi und Carmen, vom Projekt „Trauer und Fußball“ sehen uns als Teil der Fußball-Fankultur und unterstützen den Ambulanten Hospiz- und Familienbegleitdienst der Johanniter in Berlin bei einem ganz besonderen Projekt. Zusammen mit fünf weiteren Ambulanten Hospizdiensten – dem Ricam-Hospiz, dem Lazarus-Hospiz, dem Johannes-Hospiz, dem Hospiz Horizonte und dem Diakonie Hospiz Wannsee –  und in Kooperation mit der Charité Berlin bieten sie eine ganz besondere Sterbebegleitung an: eine Sterbebegleitung für Menschen im Krankenhaus, die an Covid-19 erkrankt sind. So soll ein würdevoller Abschied ermöglicht werden.
Keiner soll allein und einsam sterben.
You’ll never walk alone!

Wie kam es zu dieser Kooperation?

Carmen, die seit acht Jahren als selbstständige Trauerbegleiterin in eigener Praxis arbeitet, ist seit vielen Jahren mit dem Team des Ambulanten Hospiz- und Familienbegleitdienstes der Johanniter verbunden. Neben dem regelmäßigen fachlichen Austausch ist Carmen auch als Dozentin für das Thema „Trauer“ in der Ausbildung der ehrenamtlichen Sterbegleiter_innen tätig.
Gerade erst Ende Februar fand eine gemeinsame Veranstaltung statt, bei der Carmen über das Thema „Fußball als Ressource in Zeiten von Trauer“ gesprochen hat.

Ebenso arbeitet Carmen auch in dem Projekt der Sterbebegleitung im Krankenhaus für Menschen, die an COVID-19 erkrankt sind, mit. Carmen gehört dabei zu dem Team des Ambulanten Hospiz- und Familienbegleitdienst der Johanniter Berlin. Dort ist sie neben inhaltlichen Beiträgen zur Projektgestaltung mit den Schwerpunkten „Abschied und Trauer“ beteiligt, aber auch eingeplant für den Kontakt zu den Sterbebegleiter_innen, sie mit regelmäßigen Gesprächen zu unterstützen und mit ihnen im kontinuierlichen Austausch zu sein.

Über viele verschiedene Einblicke in die Arbeit des Ambulanten Hospiz- und Familienbegleitdiensts der Johanniter und das Projekt „Sterbebegleitung von Menschen im Krankenhaus, die an COVID-19 erkrankt sind“,  hat Carmen in einem ausführlichen Interview mit Ilona Schütz, der Leiterin des Ambulanten Hospiz- und Familienbegleitdienstes der Johanniter Berlin, gesprochen.

Für den Ambulanten Hospiz- und Familienbegleitdienst der Johanniter Berlin mit ihrem speziellen Projekt „Sterbebegleitung von Menschen im Krankenhaus, die an COVID-19 erkrankt sind“, sammeln wir Spenden und freuen uns, über jede Spende.

Spendenkonto:
Empfänger: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. / Regionalverband Berlin
Bankverbindung:
Bank für Sozialwirtschaft AG Köln
IBAN: DE96 3702 0500 0004 3247 01
BIC: BFSWDE33XXX
Verwendungszweck: Hospiz Berlin COVID-19

Spenden sind auch online möglich.

Die Johanniter sind gemeinnützig und stellen gerne eine Spendenbescheinigung aus. Gebt dazu Eure Adresse in der Überweisung an oder schreibt eine Mail an: spenden.berlin@johanniter.de