Über Trauer unterm Flutlicht

Ein Flutlicht, das auf Wolken steht, ragt in den blauen Himmel. Im Bild steht der Text "Trauer unterm Flutlicht" gefördert vom DFL-Förderpool PFIFF
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Projekt „Trauer unterm Flutlicht“

Bereits seit vielen Jahren ist in der Fußball-Fankultur die Trauer um verstorbene Fans fest verankert. Man denke nur an die selbst initiierten Schweigeminuten der Kurven, die Trauerchoreografien, Gedenkturniere, Nachrufe in Fanzines, Wandbilder am Stadion und vieles mehr.
Bei den Vereinen ist eine etablierte Trauerkultur bezogen auf Fans und Zuschauer*innen weniger ausgeprägt und Mitarbeitende stehen immer wieder vor der Herausforderung Anfragen von trauernden Fans und deren Umsetzung gerecht zu werden. So haben die Vereine zwar einzelne individuelle Angebote zur Trauerkultur entwickelt, aber es gibt oft keine festgeschriebene transparente Struktur – es fehlt die Alltagskultur. Diese Lücke zu schließen ist ein zentrales Ziel des Projektes „Trauer unterm Flutlicht“.

Gemeinsam mit Mitarbeitenden der Vereine und Fanprojekte des Profifußballs sollen verschiedene Aktivitäten geplant und eine allgemeine Bestandsaufnahme und Ermittlung der Bedarfe der Trauerkultur- und Aktivitäten der Vereine und Fanprojekte durchgeführt werden. Darüber hinaus soll ein nachhaltiges Netzwerk zu dem Thema aufgebaut werden und die Entwicklung von Handreichungen und Handlungsempfehlungen sowie Weiterbildungsangeboten für die Mitarbeitenden der Vereine und Fanprojekte angestrebt werden.
Mit dem Projekt soll so auch ein Beitrag geleistet werden, eine Professionalisierung bzw. Etablierung von Trauerkultur in den Vereinen für die Zielgruppe Fans und Zuschauer*innen zu fördern, die auch über den Projektantrag hinaus nachhaltig sichtbar bleibt.

Die Federführung dieses Projektes hat BBAG e.V.-KickIn! in Zusammenarbeit mit dem Projekt Trauer und Fußball inne. Als Kooperationspartner konnte der Hamburger SV gewonnen werden. Im Bereich Fankultur arbeitet der HSV bereits seit längerem an einer Etablierung der Trauerkultur im Verein für Fans und Zuschauer*innen und dient daher im Projekt als Good-practice-Beispiel.

Das Projekt wird im Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2022 vom DFL-Förderpool PFiFF (Pool zu Förderung innovativer Fußball- und Fankultur) gefördert. Das Projekt richtet sich daher insbesondere an Vereine und Fanprojekte aus der 1. und 2. Bundesliga.

Kontakt:
Carlo Kosok: carlo@inklusion-fussball.de
Carmen Mayer: cmayer@trauerundfussball.de