Trauerkultur im Fußball

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Wenn Trauer und Fußball aufeinander treffen …

Ihr fragt euch, was sich dahinter verbirgt?

Gerade im Fußball ist das Thema Trauer und Tod  sehr sichtbar.  Man denke nur an die Schweigeminute, den Trauerflor und die Choreographien für verstorbene Fußballer_innen oder verstorbene Fußballfans. Beim 1. FC Union Berlin werden in der Halbzeitpause unter anderem auch Nachrufe auf verstorbene Fans verlesen, Fußballer_innen widmen ihren Verstorbenen Tore, Fans lassen sich in Trikot und Schal bestatten und mancherorts ist sogar eine letzte Ruhestätte auf dem eigenen Fanfriedhof möglich.

Viele Fußballfans berichten auch immer wieder davon, dass Fußball sie in ganz unterschiedlicher Form in Trauerzeiten unterstützt hat und eine wichtige Ressource und Kraftquelle war und auch oft noch ist.

Ebenso erzählen Fußballer_innen in Interviews darüber, wie sie mit ihrer persönlichen Trauer nach dem Tod eines für sie wichtigen Menschen umgegangen sind und/oder wie Fußball sie in der Trauer unterstützt hat.

Darüber hinaus enstehen manchmal durch individuelle Trauererfahrungen neue Initiativen, die das Thema Fußball und Trauer miteinander verbinden.

Auch unser Projekt entstand aufgrund von persönlicher Betroffenheit.
Carmen, die das Projekt initiierte, erzählt dazu:
„Die Motivation zu diesem Projekt entstand durch meine eigene Erfahrung, dass der Fußball mir nach dem Tod meiner beiden Kinder die Möglichkeit gegeben hat, Kraft zu tanken, abzuschalten, 90 Minuten allen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Bis heute ist Fußball für mich Ressource, Kraftquelle, Gemeinschaft.“

Das Projekt möchte deutlich machen, wie vielfältig, bunt und kreativ die Fußball-Fankultur beim Umgang mit Themen wie Tod und Trauer ist. Diese Themen werden nicht aussortiert, sondern sind  in der Fankultur fest verankert. Dadurch leisten sie auch einen nicht zu unterschätzenden wichtigen Beitrag dazu, dass die Themen Tod und Trauer sichtbarer werden, Trauer ins Leben integriert wird und Trauer und Tod selbstvertsändlich zum Leben dazugehören.Denn eines ist sicher, früher oder später werden wir alle sterben, aber „Keine Angst, im Himmel wird auch Fußball gespielt!“, weiß Uwe Seeler.

Neben der Trauerkultur im Fußball in Deutschland, hat sich ein weiterer Schwerpunkt unseres Projektes entwickelt, der auf der Fußballmemorialkultur in Großbritannien liegt.

Schaut Euch in Ruhe auf unserer Website um.
Wenn Ihr Fragen oder Anregungen habt, dann meldet Euch bei uns. Ein großes Anliegen ist uns auch das Netzwerken – you’ll never walk alone! Deshalb nehmt jederzeit gerne Kontakt zu uns auf.  Wir freuen uns auf den Austausch!