Trauerkultur im Fußball

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Wenn Fußball und Trauer aufeinander treffen  – Ein Querpass durch die Trauerkultur im Fußball

Gerade im Fußball ist das Thema Trauer und Tod sehr sichtbar. Man denke nur an die Schweigeminute, den Trauerflor und die Choreographien für verstorbene Fußballer oder verstorbene Fußballfans. Beim 1. FC Union Berlin werden sogar in der Halbzeitpause unter anderem auch Nachrufe für verstorbene Fans verlesen, einmalig in der Bundesliga.

Auch berichten Fußballer_innen und Fußballfans immer mal wieder in Interviews darüber, wie sie mit ihrer persönlichen Trauer nach dem Tod eines für sie wichtigen Menschen umgegangen sind und/oder wie Fußball sie in der Trauer unterstützt hat.

Meine Motivation zu diesem Projekt entstand durch meine eigene Erfahrung, dass der Fußball mir nach dem Tod meiner beiden Kinder die Möglichkeit gegeben hat, Kraft zu tanken, abzuschalten und 90 Minuten allen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

Seit 2006 sammle ich Artikel aus Zeitungen, Fanzines, Fußballmagazinen, Fotos, Aufsätze, Zitate etc., die sich mit Fußball und Trauer beschäftigen. Auch habe ich mittlerweile verschiedene Interviews mit Fußballfans geführt und freue mich aber immer noch über jeden und jede, die Lust hat zu dem Thema zu erzählen.

Das Ergebnis meiner Sammlungen habe ich im September 2018 in einer wissenschaftlichen Arbeit festgehalten die der Frage nachgeht, was passiert wenn Fußball und Trauer aufeinandertreffen. Welchen Beitrag kann Fußball zur Trauerkultur leisten? Darin finden sich auch einige der (kompletten) Interviews wieder. Wer mehr über diese wisssenschaftliche Arbeit erfahren möchte, findet hier weitere Informationen.

Dieses Websitenprojekt ist eine Weiterführung des Themas.  Schaut euch um! Wir freuen uns über Kontakte, Netzwerke und vieles mehr.  Schreibt uns jederzeit gerne an.

Unterstützt werde ich bei diesem Projekt von Tobi, der Fußballfan, guter Freund und Medienfachmann ist.  Seit vielen Jahren sind wir Freunde und haben viele Stunden zusammen Fußballspiele im Garten, auf dem Sofa, auf dem Balkon oder im Stadion geschaut – in guten wie in schlechten Zeiten unseres Lebens.

Wir hoffen, mit diesem Projekt auch etwas dazu beizutragen zu können, das (Tabu)Thema Tod und Trauer wieder mehr ins Leben zu holen, dass es wieder selbstverständlicher wird für uns.
Denn eines ist sicher, früher oder später werden wir alle sterben, aber „Keine Angst, im Himmel wird auch Fußball gespielt!“, weiß Uwe Seeler.